Flower

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Editor-Übersicht

Die drei Spalten auf einen Blick

Der Flower-Editor ist das Fenster, in dem Sie Ihre Workflows anlegen, anschauen und anpassen. Er ist in drei Spalten aufgeteilt, die immer nebeneinander sichtbar sind. So haben Sie Ihre Workflow-Übersicht, den eigentlichen Ablauf und die KI-Hilfe gleichzeitig im Blick, ohne zwischen Ansichten hin- und herspringen zu müssen.

Links liegt der Workflow-Baum: eine Liste aller Workflows. Zu jedem Workflow werden seine Auslöser (Trigger) und die von ihm aufgerufenen Unter-Workflows als aufklappbare Unterpunkte gezeigt. In der Mitte sehen Sie den ausgewählten Workflow selbst — wahlweise als gut lesbaren Ablauf-Text (YAML) oder als grafisches Diagramm. Rechts ist das KI-Chat-Panel dauerhaft eingeblendet; das ist der bequemste Weg, einen Workflow zu bauen oder zu ändern.

Flower ist so gebaut, dass Sie keinen Programmier- oder YAML-Hintergrund brauchen. Im Normalfall beschreiben Sie der KI rechts in normaler Sprache, was Sie erreichen wollen, und der Workflow entsteht in der Mitte. Das direkte Tippen am Ablauf ist möglich, aber ein Komfort-Feature für fortgeschrittene Nutzer, nicht der vorgesehene Standardweg.

  • Links: Workflow-Baum mit Triggern und aufgerufenen Unter-Workflows
  • Mitte: der ausgewählte Workflow als Text (YAML) oder als Diagramm
  • Rechts: KI-Chat-Panel, dauerhaft sichtbar, primärer Bau-Weg
  • Alle drei Spalten gleichzeitig sichtbar — kein Umschalten nötig

Einen Workflow anlegen

Einen neuen Workflow legen Sie im linken Baum an. Der Workflow ist anfangs leer und besteht nur aus einem Namen. Den Inhalt — also den eigentlichen Ablauf — erzeugen Sie danach am bequemsten über das KI-Chat-Panel rechts: Sie beschreiben Ihr Ziel, die KI baut den Ablauf und zeigt ihn sofort in der Mitte als Vorschau.

Die KI fragt bei Lücken aktiv nach, statt zu raten — zum Beispiel „Welcher Ordner soll überwacht werden?" oder „Was soll passieren, wenn die Datei fehlt?". Sie antworten, und der Workflow wird ergänzt. Erst wenn Sie zufrieden sind, übernehmen Sie das Ergebnis. Jeder Workflow beginnt typischerweise mit einem Trigger (dem Auslöser) und enthält danach den Ablauf der einzelnen Schritte.

Im Baum können Sie zu einem Workflow auch direkt weitere Unter-Workflows anlegen und vom Haupt-Workflow aus aufrufen. So entsteht mit der Zeit eine Bibliothek wiederverwendbarer Bausteine, ganz ohne Kopieren.

  • Neuen Workflow im linken Baum anlegen
  • Ziel im KI-Chat rechts beschreiben — die KI baut den Ablauf
  • Rückfragen der KI beantworten, Vorschau in der Mitte prüfen
  • Unter-Workflows im Baum anlegen und per Aufruf einbinden

Trigger plus erster Schritt

Sobald eine neue PDF im Eingang-Ordner liegt, wird sie verarbeitet.

Fertig
Auslöser
typneue-datei
pfadC:\Eingang
filter*.pdf
aufruf
aufrufpdf-zu-excel.flower
trigger:
  - typ: neue-datei
    pfad: "C:\\Eingang"
    filter: "*.pdf"

ablauf:
  - aufruf: "pdf-zu-excel.flower"

Module aus dem Katalog hinzufügen

Module sind die Bausteine, die die eigentliche Arbeit erledigen — Excel öffnen, eine Mail senden, ein PDF lesen, eine Datei kopieren. Der Editor enthält einen durchsuchbaren Modul-Katalog: Sie tippen einen Suchbegriff, sehen die passenden Module mit einer Kurzbeschreibung und der Dokumentation aus dem Modul-Handbuch (Manifest).

Wenn Sie über die KI bauen, wählt diese die passenden Module meist selbst aus. Fügen Sie ein Modul von Hand hinzu, hilft die Auto-Vervollständigung: Nach dem Modulnamen schlägt der Editor nur die Aktionen vor, die dieses Modul wirklich kennt — zum Beispiel beim Mail-Modul „senden" oder „entwurf-erstellen". So entstehen keine erfundenen Aktionen.

Neben jedem Modul zeigt ein Verfügbarkeits-Symbol an, ob die Voraussetzung auf Ihrem PC erfüllt ist. Ist etwa Microsoft Office nicht installiert, markiert ein rotes Symbol das Excel- oder Outlook-Modul mit einer klaren Meldung, was fehlt. So merken Sie schon beim Bauen, ob ein Workflow auf diesem Rechner laufen kann.

  • Modul-Katalog ist durchsuchbar, mit Beschreibung und Dokumentation
  • Auto-Vervollständigung schlägt nur echte Aktionen des Moduls vor
  • Verfügbarkeits-Symbole zeigen fehlende Voraussetzungen (z.B. Office) sofort an
  • Beim KI-Bau wählt die KI die passenden Module in der Regel selbst

Excel-Modul mit zwei Aktionen

Eine Auftragszeile wird in die Excel-Datei eingetragen und gespeichert.

office.excel
zeile-anhängen
dateiauftraege.xlsx
werteauftrag_zeile
ablauf:
  - office.excel:
      datei: "auftraege.xlsx"
      werte: auftrag_zeile
      aktionen:
        - zeile-anhängen
        - speichern

Schritte im Inspektor konfigurieren

Jeder Schritt hat Felder, die Sie ausfüllen — etwa beim Mail-Modul die Empfänger-Adresse, den Betreff und den Text. Diese Werte tragen Sie ein, indem Sie entweder feste Texte schreiben oder auf Variablen verweisen. Variablen sind Platzhalter, die unterwegs gefüllt werden, zum Beispiel die E-Mail-Adresse aus den eingelesenen Auftragsdaten.

Der Editor begleitet Sie dabei aktiv. Verwenden Sie eine Variable, die noch nirgends gesetzt ist, schlägt ein kleiner Inline-Dialog vor, woher sie kommen soll: aus dem Trigger, aus dem Ergebnis eines vorherigen Schritts, aus einem Unter-Workflow oder als fester Wert. Pflichtfelder, die fehlen, werden markiert; bei Tippfehlern in Modul- oder Aktions-Namen bietet der Editor den korrekten Namen zum Übernehmen an.

Schreiben Sie ein Geheimnis wie ein Passwort direkt in ein Feld, weist der Editor mit einer roten Markierung darauf hin und schlägt vor, es in den Credential-Manager auszulagern. Greift keine automatische Hilfe, finden Sie am Markierungs-Symbol einen Knopf „KI fragen", der gezielt nur die betroffene Stelle korrigiert — nicht den ganzen Workflow neu baut.

  • Felder mit festen Werten oder Variablen füllen
  • Inline-Dialog klärt die Herkunft unbekannter Variablen
  • Fehlende Pflichtfelder und Tippfehler werden live markiert
  • Knopf „KI fragen" korrigiert gezielt nur die markierte Stelle

Mail mit ausgefüllten Feldern

Eine Begrüßungsmail wird an die Kunden-Adresse mit Betreff und Text gesendet.

office.outlook.mail
senden
ankunde.email
betreffWillkommen
textwillkommens_text
ablauf:
  - office.outlook.mail:
      an:      kunde.email
      betreff: "Willkommen"
      text:    willkommens_text
      aktionen:
        - senden

Verzweigungen und Schleifen sichtbar machen

Workflows treffen oft Entscheidungen: „Wenn der Kunde neu ist, sende eine Willkommensmail, sonst überspringe das." Im Editor wird so eine Entscheidung als Verzweigung dargestellt — im Diagramm als Raute mit zwei Wegen, ein Ja-Pfad und ein Nein-Pfad, nebeneinander als zwei Spuren. Eine Bedingung wird dabei immer mit einer Variable und einem klaren Vergleich beschrieben (zum Beispiel „ist gleich wahr"), nicht mit kryptischen Formeln.

Ebenso lassen sich Schleifen abbilden: „Für jede Datei im Ordner tue …". Im Diagramm erscheint das als Schritt mit Rückführungspfeil. Auch hier gilt: Das Diagramm wird automatisch aus dem Ablauf erzeugt und dient der Übersicht und der Dokumentation (etwa für QM/ISO-Audits). Die Quelle der Wahrheit bleibt der Workflow-Text — Sie ändern den Ablauf, das Diagramm aktualisiert sich von selbst.

  • Entscheidung (wenn/dann/sonst) wird als Raute mit Ja- und Nein-Spur gezeigt
  • Bedingung = Variable plus klarer Vergleich (ist, ist-nicht, größer-als, enthält, …)
  • Schleife (für-jede) erscheint als Schritt mit Rückführungspfeil
  • Diagramm entsteht automatisch aus dem Ablauf und ist nur zum Ansehen gedacht

Neukunde — Willkommensmail oder überspringen

Ist der Kunde neu, geht eine Willkommensmail raus, sonst wird der Schritt übersprungen.

JA dann

NEIN sonst

wenn
wenn
variablekunde_neu
istwahr
office.outlook.mail
senden
ankunde.email
betreffWillkommen
textwillkommens_text
benachrichtigung
anzeigen
textBestand-Kunde, übersprungen
ablauf:
  - wenn:
      variable: kunde_neu
      ist: wahr
    dann:
      - office.outlook.mail:
          an:      kunde.email
          betreff: "Willkommen"
          text:    willkommens_text
          aktionen:
            - senden
    sonst:
      - benachrichtigung:
          aktionen:
            - anzeigen: { text: "Bestand-Kunde, übersprungen" }

Zwischen grafischer Ansicht und YAML wechseln

Die mittlere Spalte kennt zwei Ansichten desselben Workflows. Die Text-Ansicht (YAML) ist die zentrale, bearbeitbare Sicht: deutsche Schlüsselwörter, gut lesbar, auch für Nicht-Techniker verständlich. Die Diagramm-Ansicht zeigt denselben Ablauf grafisch — mit Start-Oval, Schritt-Kästchen, Entscheidungs-Rauten und Schleifen — und eignet sich gut für Übersicht, Ausdruck und Audit-Dokumentation.

Wichtig: Das Diagramm ist eine reine Ansicht. Geändert wird immer am Text; das Diagramm wird daraus automatisch neu gezeichnet. So bleibt eindeutig, was der Workflow wirklich tut, und es kann keine Abweichung zwischen Bild und Ablauf entstehen. Das Diagramm lässt sich als Bild (PNG) oder Vektorgrafik (SVG) exportieren, etwa um es in ein Word-Dokument oder ein Wiki einzufügen.

Zu jedem Workflow legt der Editor außerdem automatisch eine eigene Versions-Historie an. Sie können also gefahrlos ausprobieren und über Vor-/Zurück zu einem früheren Stand zurückkehren, ohne Git-Kenntnisse zu brauchen.

  • Text-Ansicht (YAML) = die bearbeitbare Sicht mit deutschen Schlüsseln
  • Diagramm-Ansicht = grafische Übersicht, nur zum Ansehen
  • Diagramm entsteht automatisch aus dem Text und ist als PNG/SVG exportierbar
  • Automatische Versions-Historie erlaubt Zurückspringen ohne Git

Schleife über mehrere Dateien

Für jede PDF-Datei wird der Umwandlungs-Workflow aufgerufen — im Diagramm eine Schleife, im Text ein für-jede-Block.

für-jede
für-jede
inpdf_dateien
alspdf
aufruf
aufrufpdf-zu-excel.flower
inputspdf_pfad: pdf
ablauf:
  - für-jede:
      in: pdf_dateien
      als: pdf
      tue:
        - aufruf: "pdf-zu-excel.flower"
          inputs: { pdf_pfad: pdf }